vom 22.-25. Juni 2006 in Coburg
Jeder kennt Coburg dem Namen nach, wenige waren schon einmal
da. So
ist es immer interessant, eine fremde Stadt einmal zu besuchen. Die
Anfahrt und das Hotel zu finden waren kein Problem. Die Anzahl der 503
beim Hotel nahm ständig zu. Dabei konnte man feststellen,
daß sich die meisten Teilnehmer bereits kannten.
Nach der Begrüßung durch den Veranstalter wurden die
Startunterlagen ausgegeben. Diese beeindruckten durch ihre
präzise, detaillierte Form:
„Profi-Qualität“.
Auch für die Hilfe bei Pannen war darin ein Blatt enthalten.
An
alles gedacht !
Beim Abendessen hat der Veranstalter bewiesen, daß er alles
im
Griff hat: er konnte sagen, wer welche Speisen vorbestellt hatte. Ein
fröhlicher Abend mit interessanten Gesprächen.
Bei der Qualität der Vorbereitung durch das
Veranstalter-Team
und das freundliche Wetter lief der Tag perfekt ab. Es war ein
umfangreiches Programm:
Heute geht es um die begehrten Punkte, alle wollen Sieger
werden,
was leider nicht geht. Sich die Punkte zu holen war nicht leicht. Erst
mußte die Strecke gefunden werden und die
anschließenden
Fragen waren bewußt schwierig, zB kleine Wegkreuze nach Foto
zu
erkennen. Einige dieser Kreuze waren sehr ähnlich. Ein
bestimmtes
Bild auf einer Hausfassade hat, soweit ich weiß, keiner
gefunden.
Während des ganzen Tages mußten Weiler gesucht und
gezählt werden, das führte dazu, daß mir
immer noch
jedes Weilerschild auffällt, was vorher nicht der Fall war.
Der
Organisator wollte aber auch wissen, ob die Prüflinge seine
bisherigen Unterlagen zB die Einladung mit der Ankündigung des
Treffens vom 17. 11. 05 aufmerksam gelesen haben. Denn hier waren
einige Antworten der späteren Fragen enthalten, zB die Frage
nach
den Schlössern in der Umgebung von Coburg (Schloss Callenberg,
Schloss Rosenau usw.)
Von einem Team ist bekannt, daß es schon bei den ersten
Straßenkreuzungen den falschen Weg nahm; dieses Team hat dann
eine private Tour gemacht und war abends wieder pünktlich da.
Bei den verschiedenen Halts auf der Strecke gab es immer Leute, die
sich für die 503 interessierten und einiges über
Baujahre,
Technik, Aufwand für Instandhaltung oÄ wissen
wollten. Sie
bekamen von den verschiedenen Teilnehmern immer gerne Auskunft.
Zum Abschluß dieser Tagesfahrt gab es eine Aufstellung der
Fahrzeuge im Schloßhof der Ehrenburg, dem vornehmsten Platz
der
Stadt. Hier hat sich der Bürgermeister von Coburg etwas Zeit
für uns genommen und hat unter anderem erklärt, warum
er
einen Mohr mitgebracht hat.
Der Mohr, in Gestalt einer sympathischen Dame war für eine
Stadtführung gekommen, wie man sie als Einzeltourist nicht
bekommen kann. (Ein Vorteil, wenn man als Gruppe kommt). So ehrliche,
humorvolle und treffende Formulierungen zum Thema Geschichte
hört
man selten. Wer da nicht dabei war hat etwas versäumt (liebe
Fußball-fans). Ich denke noch gerne daran zurück.
Bei dieser
Führung hat sich wieder einmal gezeigt, wie interessant
Geschichte
sein kann, wenn man sie nicht so langweilig bringt wie in der Schule.
Nach einer kurzen Erholungspause begann das Abendprogramm. Um die Zeit
bis zur „Siegerehrung“ auszufüllen, wurde
ein Zauberer
engagiert. Seine Tricks waren verblüffend.
Im Lauf des Vormittags begann die gegenseitige Verabschiedung.
Daß man beim nächsten Treffen wieder dabei sein
will, war
sicher keine reine Höflichkeitsfloskel.
Ein Treffen so perfekt zu planen und durchzuführen ist eine
umfangreiche Arbeit. Dem Organisationsteam sei noch einmal sehr
herzlich gedankt..
Das waren die Eindrücke eines Erst-Teilnehmers, der seinen 503
(69
004) vor 25 Jahren verkauft hat und dafür vom Sohn
Vorwürfe
bekam. Um den Fehler wieder gut zu machen haben dann beide (Vater +
Sohn) 2001 wieder einen 503 gekauft. Damit geht dieses 503-Virus in die
nächste Generation. Vielleicht wiederholt sich das noch
öfter. Die Autos werden dafür alt genug. Inzwischen
hätte der Vater gerne wieder einen eigenen 503 und sucht
danach.